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  Das Kirchenjahr gliedert sich bekanntlich in drei Teile:
Weihnachtsfestkreis, Osterfestkreis und die Zeit im Jahreskreis.
Liturgisch gesehen befinden wir uns jetzt in der Zeit im Jahreskreis.

 
  Dem aufmerksamen Zuhörer wird nicht entgehen, dass im sonntäglichen Gottesdienst in dieser Zeit stets Texte aus dem Markusevangelium verkündet werden.
Dies hat einen ganz einfachen Grund: Die Schrifttexte, die wir in den Gottesdiensten an Sonn- und Werktagen hören, sind nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in der sogenannten Leseordnung festgelegt worden. Für die Sonn- und Festtage wurde ein dreijähiger Lesezyklus (Lesejahr A, B und C) entwickelt.
Auch wenn es sich liturgisch gesehen um denselben Tag handelt, variieren die vorgetragenen Schrifttexte demnach und kehren nur alle drei Jahre wieder. Den Gläubigen „soll die Schatzkammer der Bibel weiter aufgetan werden, sodass innerhalb einer bestimmten Anzahl von Jahren die wichtigsten Teile der Heiligen Schrift dem Volk vorgetragen werden“ (Sacrosanctum Concilium 51 – Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils).

 
  Während wir im vergangenen Kirchenjahr (Lesejahr A) überwiegend Texte aus dem Matthäusevangelium gehört haben und uns im nächsten Kirchenjahr (Lesejahr C) der Evangelist Lukas begleitet, schildert uns in den kommenden Wochen – also im Lesejahr B – Markus das Leben Jesu aus seiner Sicht.

 
  Das Markusevangelium ist das älteste und auch kürzeste Evangelium der Bibel. Mit seiner Schrift möchte Markus Jesus als Sohn Gottes, als Christus und Messias darstellen.
Diese Darstellung funktioniert für den Evangelisten aber nur, wenn bereits zu Beginn von Jesu Wirken der Kreuzestod und seine Auferstehung miteinbezogen wird. Nicht erst zum Schluss, sondern durch das ganze Evangelium hindurch, wir den Lesern bzw. Zuhörern bewusst gemacht, dass der Weg Jesu zum Kreuz führt.

 
  Hören Sie also in den kommenden Wochen genau hin und lassen Sie sich vom Evangelisten Markus den „Tisch des Wortes“ decken und Jesus als Sohn Gottes näher bringen…