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„Der Himmel und sein irdisches Bodenpersonal“ – das ist der Titel eines Buches. Verfasser ist ein Pfarrer (Heinrich Korte), der es dem damaligen Papst Johannes XXIII widmet. Dieser Papst hat ja nicht nur den Anstoß gegeben für das II.Vatikanische Konzil. In seinem „Geistlichen Tagebuch“ gibt er auch einen Einblick in seine tief verwurzelte Frömmigkeit. Er ist aber auch der Papst, von dem viele Aussprüche glaubhaft berichtet werden, die ihn zurecht  als „humorvoll“ erkennen lassen.

 
 

„Humor“ im Bereich der Religion hat ja sehr viel zu tun mit Verständnis für die „Menschlichkeiten“ in der Kirche, was so alles „passiert“  beim kirchlichen „Bodenpersonal“, angefangen von den Kleinsten im Kindergarten bis hinauf in die obersten Etagen der kirchlichen Hierarchie. Humor ist hier oft auch eine Möglichkeit, entstehende Konflikte auf faire Weise zu lösen. Fanatiker und Besserwisser haben keinen Sinn für Humor.

 
 

Echter, guter Humor verletzt vor allem auch nicht die Ehrfurcht vor dem, was mir oder dem Anderen heilig ist. Darin zeigt sich auch der Unterschied zu manchen frivolen „Witzen“… „ Humor ist kein Hindernis für Heiligkeit. Wenn du sonst nichts zum Lachen finden kannst, so hast du immer noch dich selbst“ – sagt Bischof Kelly (Liverpool) und die Hl.Theresia v.Avila betet: „Vor falscher Frömmigkeit und sauertöpfischen Heiligen bewahre uns, o Herr“. Bekannt ist ja auch das Lebensmotto von Don Bosco: „Fröhlich sein,  Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ oder ein Zitat, das der früherer Regensburger Jugendpfarrer Anton Maier oft gebraucht hat: „Sich selber auf den Arm nehmen zu können ist eine große Lebenskunst“ -  und zum Schluß (weil das Wort ‚Humor‘ tatsächlich mit dem lateinischen Wort ‚Humus‘ verwandt ist):
„HUMOR IST WIE HUMUS – BEIDE SIND FRUCHTBAR.“
 

 
  W.Spießl,  Pfr.i.R.