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auf der Homepage der Seelsorgeeinheit Wald Zell!

 
 

     
  Verschieden – und doch vereint im gemeinsamen „Seelsorgsdienst“ 

 
  in der Nachfolge Jesu Christi: Petrus und Paulus…

 
  Petrus (Simon): verheiratet, Beruf: Fischer; begeisterungsfähig, manchmal impulsiv und spontan. Berichte in den Evangelien lassen erkennen, wie auch sein Glaube und sein Vertrauen in den „Messias“ durch manche Schwächen und Versuchungen hindurch gewachsen ist bis zu einer tiefen persönlichen Freundschaft mit Jesus. ER hat „seinen Simon“ beauftragt, als „Petrus“ die Jünger-gemeinschaft zu festigen und aufzubauen… Und als „Petrus“ hat er dann nicht nur Leben und Arbeit seines Meisters geteilt, sondern auch sein Schicksal erlitten. Auch sein Leben endet am Kreuz (in Rom).

 
  Paulus: unverheiratet, hochgebildeter Jude mit römischer Staatsbürgerschaft, geistvoller Denker und „Theologe“, ein „Spätberufener“ (durch ein „umwerfendes“ Erlebnis bei Damaskus), leidenschaftlicher Missionar und glühender Botschafter für den Gekreuzigten und Auferstandenen; ein Mann, der in seinen Briefen an verschiedene von ihm gegründete Gemeinden erkennen lässt, wie liebevoll und heftig er ringt um die Herzen der Menschen (von denen die einen von ihm begeistert sind, andere aber ihn und seine Botschaft aus verschiedenen Gründen ablehnen…) Auch er bezeugt seine Treue zu Christus durch seinen Märtyrertod (Enthauptung) ebenfalls in Rom…

 
  Petrus und Paulus:  Zwei Männer -  zwei verschiedene Persönlichkeiten. Petrus: mehr der „Bewahrende“ („Konservative“), der versucht, zusammenzuhalten; zu schauen, dass bei aller Vielfalt die Einheit nicht zerbricht… Paulus: der „Vorwärtsdrängende“ („Progressive“) der „neue Wege“ der Glaubensverkündigung sucht… So verschieden die beiden Männer auch sind, beide wissen sich vereint im Glaubenszeugnis für den Gekreuzigten und Auferstandenen, zwar auf verschiedenen Wegen der Nachfolge, aber zutiefst verbunden durch IHN, den sie durch ihr Wort und ihr Leben verkünden – bis hinein in den Tod.

 
  Ob es nicht auch in unserer Zeit für die Kirche wertvoller wäre, wenn manche der sogenannten „Konservativen“ und der „Progressiven“ nicht nur über-einander (oder gegeneinander) reden würden – sondern wie Petrus und Paulus den Weg der „Nachfolge“ gehen – persönlich – oder in einer Gemeinschaft, die etwas ausstrahlt von dem Geist, der stark macht, in all den „Gleich-gültigkeiten“ und „Widerwärtigkeiten“  unserer Tage IHM die Treue zu zeigen (auch öffentlich…)  IHM, der gesagt hat: „Wer mir nachfolgen will, der nehme täglich sein Kreuz auf sich – und folge mir nach…“

 
  W.Spießl, Pfr.i.R.